48.2. Empfehlungen für Einsteiger

Häufig erreicht uns die Frage, mit welchem Programm zur Paketverwaltung der Einstieg am leichtesten gelingt. Eine richtige Antwort darauf fällt schwer, weil das einserseits von ihren Vorkenntnissen abhängt, andererseits darauf basiert, welcher Art Benutzerschnittstelle Sie bevorzugen und drittens in welcher Situation Sie sich gerade befinden. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie einen Desktop mit graphischer Oberfläche vor sich haben oder bspw. über ssh auf einem Server eingeloggt sind. Von daher geben wir Ihnen drei Empfehlungen — eine für die Kommandozeile, eine für den interaktiven Textmodus und eine für die graphische Benutzerschnittstelle.

Kommandozeile
apt (siehe Abschnitt 6.2.2, „APT“). Es ist einfach und intuitiv, schnell getippt, hat angenehme farbliche Hervorhebungen in der Ausgabe und kann praktisch alles, womit Sie im Alltag zu tun haben. Bei älteren Veröffentlichungen ohne apt als Befehl weichen Sie auf die Befehle apt-get und apt-cache aus, aber die Nachteile sind nur geringfügig. Im wesentlichen umfaßt das mehr Tippen, je nach Aufgabe die Auswahl des passenden Programms und den Verzicht auf farbliche Hervorhebung in der Ausgabe.
Interaktiver Textmodus
aptitude (siehe Abschnitt 6.3.2, „aptitude). Nicht nur, weil es auch das einzige Programm mit dieser Benutzerschnittstelle ist, sondern auch, weil es Ihnen sehr viele Informationen und Möglichkeiten zu den einzelnen Paketen und deren Status bietet. Diese Darstellung in der Gesamtheit auf der Kommandozeile zu erreichen, gelingt nur mit einem Dutzend parallel geöffneter Terminalfenster.
Graphische Benutzerschnittstelle
Synaptic (siehe Abschnitt 6.4.1, „Synaptic“). Es bildet unserer Meinung nach das Debian-Paketsystem am besten ab und reduziert es nicht auf einen „App-Store“.